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100 Gründe Vegan zu leben- Teil 3 Gesundheit

Dem Blick auf Vorteile von veganer Ernährung für die Umwelt folgen Einblicke über die gesundheitlichen Vorteile einer vollwertigen, pflanzlichen Ernährung. Vegan leben ist nicht unbedingt gesund. Auch vegan kann man sich ziemlich mies und ungesund ernähren. Andererseits ist eine rein pflanzliche und vollwertige Ernährung eine der gesündesten überhaupt. Warum es mehr denn nötig ist von unserer aktuellen, westlichen Ernährung zur vollwertig pflanzlichen zu wechseln, bekommst du hier serviert.

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49. Zu viel tierisches Eiweiß

Menschen, die ihren Proteinbedarf hauptsächlich aus tierischen Quellen decken, leben im Durchschnitt kürzer (1–4).

50. Unsere tierlastige Ernährung ist schlecht für den Säure-Basen-Haushalt

Viele tierische Lebensmittel bedeuten eine stärkere Belastung des gesamten Säure-Basen-Systems des Körpers (5,6).

51. Tierische Lebensmittel belasten die Organe- Niere

Besonders sauer im Körper und damit ungesund wirken die schwefelhaltigen Aminosäuren wie Methionin, Cystein und auch das im Protein enthaltene Phosphat. Diese Aminosäuren kommen häufiger in tierischem Protein vor. Darum ist die PRAL, die Säurelast bei tierischen Proteinquellen deutlich erhöht, insbesondere auch im Vergleich zu pflanzlichen Proteinquellen. Deine Nieren müssen diese sauer wirkenden Schwefelverbindungen ausscheiden (7).

52. Tierische Lebensmittel belasten die Organe- Leber

Gesättigtes Fett kommt sehr selten in pflanzlichen Lebensmitteln vor, dafür aber fast immer in tierischen. Eine Ernährung die mehr Kalorien enthält als man verbraucht- das ist heutzutage eher die Regel, anstatt die Ausnahme- und zusätzlich zuviel gesättigte Fette, begünstigt entzündliche Prozesse in der Leber und letztlich die nichtalkoholische Fettlebererkrankung (NAFLD) (8,9).

Metabolische Azidose

Quelle:  Carnauba et al. 2017. Diet-induced low-grade metabolic acidosis and clinical outcomes: A review

53. Rheuma

Eine sehr fettreiche Ernährung, wie sie eine tierlastige Ernährung meistens ist, ist ein Risikofaktor für eine Erkrankung mit Rheuma oder die Verschlimmerung der Symptome. Eine Mediterrane Ernährung hingegen, die viel Obst, Gemüse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Olivenöl und wenig rotes Fleisch enthält, scheint das Risiko für Rheuma zu verringern (10,11).

54. Schönere Haut

Ein hoher Anteil tierischer Lebensmittel in der Nahrung führt zur Entstehung von Säuren. Wenn der Körper es nicht schafft, diese Säuren komplett abzutransportieren, können diese Abfallstoffe im Bindegewebe eingelagert werden. Eine bekannte Folge dieser Entwicklung ist die Cellulitis (7).

55. Wurst und Fleisch ist Krebserregend

Die WHO stuft Wurst und rotes Fleisch als krebserregend ein. Rotes Fleisch wie Rind, Lamm und Schwein werden somit als Gruppe 2A Karzinogene eingeteilt- wahrscheinlich krebserregend. Verarbeitete Fleischwaren wie Schinken, Salami, Speck, Würstchen und so weiter werden als Gruppe 1 Karzinogene eingestuft- es besteht die große Wahrscheinlichkeit, dass diese Speisen karzinogen sind. Damit rangieren verarbeitete Fleischprodukte in einer Kategorie mit Zigaretten und Asbest (12).

Fleisch Wurst Krebs

56. Darmkrebs

Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) befindet die Studienlage als ausreichend zur Feststellung: Der Verzehr von verarbeitetem Fleischwaren verursacht Darmkrebs beim Menschen (13).

57. Krebsarten

Menschen die viel tierisches Protein zu sich nehmen, haben generell ein höheres Risiko für verschiedene Krebsarten (14,15).

58. Viel Milch ist ungesund

Jedes Glas Milch erhöht die Gesamtsterblichkeit um drei Prozent (16). Zudem könnte unser Milchkonsum, der mit 88 Kilo pro Kopf und Jahr als hoch einzuordnen gilt, das Risiko für Frauen erhöhen, an Eierstock-Krebs zu erkranken (17,18).

Übrigens wird auch das Risiko für Frakturen- entgegen der vorherrschenden Meinung Milch sei gut für die Knochen- durch einen höheren Milchkonsum nicht vermindert (16,19,20).

59. Laktoseintoleranz- Ein Zeichen?

Die Fähigkeit den in der Milch enthaltenen Milchzucker zu verdauen bekommen Babys von Säugetieren und Menschen mit in die Wiege gelegt. Denn wie der Name der Taxonomie schon verrät, werden Neugeborene mit Muttermilch aufgezogen.

Säugetier Schaf
Säugetier Kuh
Säugetier Schwein

Manche Menschen behalten diese Fähigkeit aufgrund einer genetischen Veränderung. Alle anderen Säuger verlieren die Fähigkeit, das Enzym Laktase zu bauen und damit auch Milch zu verdauen.

Rund 80 % der Europäer können Milch verdauen, dagegen nur 20 % der Lateinamerikaner oder Afrikaner und fast niemand aus Asien. Der Großteil der Menschen auf der Welt kann Milch nach dem Kleinkindalter nicht verdauen (21,22).

Die Laktose Toleranz- eine Art Genmutation die es uns heute möglich macht, Milch zu verdauen- ist innerhalb der letzten 20000 Jahre entstanden. Das ist evolutionär betrachtet ein Wimpernschlag. Gründe für die rasche Selektion dieser Mutation und damit Verbreitung beim Menschen waren wahrscheinlich Hungersnöte, Unterernährung, Durchfallerkrankung bei Unverträglichkeit der Milch, ein höhere, soziales Ansehen bei Milchkonsum und die Kombination dieser Faktoren zu einem gewissen Grad. Was zeigt uns das?

Die Verbreitung der Mutation in einem solch kurzen Zeitraum deutet auf starken selektiven Druck hin. Solch ein Selektionsdruck entsteht nur unter seltenen Bedingungen. Das kann man als weiteres Zeichen deuten, dass Milchkonsum einer anderen Spezies nichts ist, an das der menschliche Organismus angepasst ist. Die Fähigkeit das Enzym Laktase zu bilden und Milchzucker zu verdauen ist vielmehr ein Artefakt aus kurzen, für den Menschen lebensfeindlichen Epochen.

60. Nutztiere sind oft krank- wer isst sie trotzdem?

Die Nutztiere leben unter unwürdigen Bedingungen, werden ausgenutzt und erfahren Leid. Diese Lebensbedingungen äußern sich auch in verschiedensten Erkrankungen.

Milchkühe leiden unter Stoffwechselstörungen und Euterentzündung, Schweine zeigen oft Gelenkserkrankungen und Organveränderungen und Hühner haben häufig Knochenbrüche, Eileiterentzündung, Wurmbefall oder Fußballenveränderungen zu beklagen (23).

Jetzt stell dir vor, wie das in der Realität abläuft. Glaubst du diese Tiere werden gleich aus dem Verkehr gezogen? So dass sie in Ruhe genesen können, ganz egal ob das Produkt geliefert wird? In einem System das industriell auf Profit gepolt ist, ist diese Vorstellung illusorisch.

Vielmehr der Realität entspricht folgendes: Als Konsument muss man damit rechnen, dass jedes vierte Produkt- ob es ein Ei, ein Stück Fleisch oder ein Glas Milch ist- von einem kranken Tier stammt (24).

61. Schlaganfall Risiko

Eine pflanzenbasierte Ernährung die hauptsächlich aus Früchten, Gemüse und Vollkorn besteht und kaum bis gar keinem Fleisch und verarbeiteten Lebensmitteln, kann das Schlaganfall Risiko reduzieren. Solche Ernährungsstile -charakterisiert über wenig Fett und viele Ballaststoffe durch pflanzliche Lebensmittel- haben in Interventionsstudien einen messbaren Effekt auf Risikofaktoren des Schlaganfalls wie Fettleibigkeit, hoher Blutdruck, schlechte Blutfette und Diabetes gezeigt (25).

62. Herzinfarkt Risiko

Gesättigtes Fett, das hauptsächlich über Nahrungsmittel wie Butter, Rindfleisch, Schweinefleisch oder Eier aufgenommen wird, erhöht das Risiko für Herzerkrankungen (26,27).

63. Bluthochdruck

Das Ministerium für Gesundheitspflege und Soziale Dienste der Vereinigten Staaten (HHS) gibt an, dass „du deinen Blutdruck reduzieren kannst, indem du Lebensmittel konsumierst, die wenig gesättigte Fette, wenig Fett insgesamt, wenig Cholesterin und viele Früchte und Gemüse..“ enthalten (28). Eine Beschreibung die sehr gut auf pflanzliche Lebensmittel passt und weniger auf tierische.

Bluthochdruck

64. Cholesterin

Eine Ernährungsweise die viele tierische Lebensmittel enthält, fördert ungünstige Blutfett- und Cholesterinwerte (29–31),

65. Fettleibigkeit

Ein starker Konsum von tiereischen Proteinquellen ist mit einer Gewichtszunahme verbunden. Pflanzliches Protein hingegen führt zu keiner Zunahme an Gewicht (32). Zudem eignet sich ausschließlich pflanzliches Protein zur Vorbeugung des metabolischen Syndroms, welches oft auch Fettleibigkeit einschließt (4).

66. Atherosklerose

Nicht nur die Harvard University empfiehlt eine pflanzenbasierte Ernährung, um das Risiko von atherosklerotischen Veränderungen und Erkrankungen zu minimieren (33).

Arterie und Plaque

Quelle: © CreVis2/Getty Images

67. Gicht

Purine, die hauptsächlich in Fisch, Wurst, Fleisch und Innereien enthalten sind, können Gichtanfälle verschlimmern. Ebenfalls schlecht für Gicht ist die metabolische Azidose- auch hier sind tierische Lebensmittel nicht zu empfehlen (34).

68. Diabetes

Eine hohe Zufuhr von tierischem Protein ist assoziiert mit einem erhöhten Risiko für Diabetes (35,36).

69. Pflanzliche Ernährung und Ballaststoffe

Ballaststoffe kommen nur in pflanzlichen Nahrungsmitteln vor. Tierische Lebensmittel sind Ballaststoff-frei, so wie sie auch keine Kohlenhydrate enthalten. Ballaststoffe sind mit sehr vielen positiven Wirkungen auf die Gesundheit verknüpft. Unsere westliche Ernährung wird charakterisiert durch zu viele tierische Produkte und zu wenig Ballaststoffe (37,38). Eine Erhöhung des Anteils von Gemüse, Obst, Vollkorn-Getreide und Hülsenfrüchten und eine Verminderung des Anteils von tierischen Lebensmitteln würde dieses Problem beheben.

70. Ballaststoffe- bessere Darmflora

Die Gesamtheit aller Mikroorganismen in unserem Darm, das ist das Mikrobiom. Dieses ist ein fester Teil von uns und untrennbar mit uns verbunden. Es beeinflusst unser Wohlbefinden, unsere Verdauung und auch unsere mentale Kapazität, unsere Stimmung und ob wir zu Depression neigen oder nicht. Ballaststoffe sind ein wichtiges Substrat für viele Mikroorganismen in unserem Darm, die uns und unserer Gesundheit zuträglich sind (39).

71. Ballaststoffe- bessere Gewichtskontrolle

Ballaststoffe spielen eine wichtige Rolle bei der Verdauung. Je nach Art des Ballaststoffes wird zum Beispiel die Geschwindigkeit der Verdauung herabgesetzt oder die Magenwand von innen stimuliert. Durch die langsamere Abgabe der Nährstoffe in das Blut wird die Sättigung erhöht. Sie sind damit auch an der Regelung unseres Zucker- und Insulinspiegels nach der Mahlzeit günstig beteiligt (40,41).

72. Pflanzliche Lebensmittel und Vitamine

Nur Pflanzen enthalten sekundäre Pflanzenstoffe. Hört sich logisch an. Viele sekundäre Pflanzenstoffe machen die Lebensmittel sogar erst zu dem Superfood, das sie letztlich sind. Flavonoide, Lignane oder auch Koffein sind prominente Beispiele der Nährstoffe, von denen du auf vielen Ebenen profitieren kannst (42).

Sekundäre Pflanzenstoffe

Quelle: welt.de

73. Geringeres Krebsrisiko

Veganer haben ein geringeres Risiko an Darm- Brust oder Prostatakrebs zu erkranken (43).

74. Schlank, ohne zu hungern

Bei der Untersuchung von 38000 Menschen aus Großbritannien kam heraus: Veganer haben einen niedrigeren BMI (Body Mass Index) als Fischesser, Vegetarier und ganz besonders Fleischesser. Der hohe Anteil an tierischem Protein einerseits und der niedrige Anteil an Ballaststoffen andererseits waren hauptsächlich mit erhöhten BMIs assoziiert (44).

Veganer BMI

Quelle: www.vegan.at

75. Antibiotika Rückstände

Rückstände von Antibiotika können in Fleisch, Eiern und Milch gefunden werden. Damit nimmt der Konsument diese Rückstände mit den Lebensmitteln auf. Manche Antibiotika die in der Tierzucht verabreicht werden, können Herz, Knochen oder Bluteigenschaften negativ beeinflussen (45).

76. Resistente Keime

Regelmäßig werden Antibiotika-resistente Keime in Fleisch nachgewiesen. In einer Untersuchung war die Hälfte aller Proben aus 5 Städten in den USA mit dem berüchtigten, Antibiotika-resistenten MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) belastet (46). Im Worst Case Szenario wirkt das Antibiotika nicht mehr wenn du krank bist.

77. Pestizide im Honig

Viele unabhängige Untersuchungen zeigen, dass Honig oft mit einem oder mehreren Pestiziden belastet ist. Darunter finden sich auch häufig Pestizide der Gruppe der Neonicotinoide, welche nachweislich zum Bienensterben beitragen.

Wenn du vegan lebst, konsumierst du keinen Honig mit Pestiziden und trägst zudem dazu bei, dass der Druck auf die Futtermittelproduktion sinkt und weniger Pestizide angewendet werden (47).

78. Das Dreckige Dutzend

Dioxine gehören zum sogenannten „Dreckigen Dutzend“- allesamt organische Chlorverbindungen die sehr schwer abbaubar und sehr schädlich sind, denn sie wirken karzinogen, teratogen und mutagen. Dioxine und ähnliche Stoffe reichern sich unter anderem in Fettgeweben von Tieren an. Aus diesem Grund sind tierische Produkte wie Eier, Milch oder Fleisch eher belastet (48).

Laut Bundesinstitut für Risikobewertung sind Leber von Landtieren und Fischen (z.B. Dorschleber in Öl) oder Fischöle am stärksten belastet (49).

79. Werde ernährungsmündiger

Nutze deinen Drive, veganer zu werden und setze dich einmal (intensiver) mit deiner Ernährung auseinander. Du bist was du isst. Das Resultat ist oft: weniger vorgefertigtes und raffiniertes und mehr echte Lebensmittel und mit Herz.


Das waren 49 bis 79 gesundheitliche Gründe eher jetzt als morgen einen Schritt Richtung vollwertig und pflanzlich zu gehen. Im letzten und 4. Teil der 100 Gründe Serie erfährst du, warum es -unabhängig von Ethik, Gesundheit und Umwelt- wahnsinnig Sinn macht die vegane Ernährung zu versuchen.

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Literatur

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  • 8. November 2019
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