essen als grosse chance
Zuletzt aktualisiert Oktober 21, 2020

Würden wir Meditation in der Schule lernen, so gäbe es keine Kriege mehr. Viele kulturelle Führer sind und waren derselben Meinung. Ich sage, würdest du Meditation beim Essen anwenden, so hättest du keine Probleme mehr. Na, zumindest einige weniger.
Meditation ist ein Phänomen wie Fasten und andere Werkzeuge, die schon seit Jahrtausenden aktiv genutzt werden. Je mehr die Wissenschaft uns davon sichtbar macht, desto atemberaubender wird es. Achtsam essen ist deine große Chance den Buddha zu finden.

More...

In diesem Artikel erfährst du, wie du mit der alltäglichsten Beschäftigung der Welt den kleinen Buddha in dir stärkst. Damit du so klar, stressbefreit und gut drauf bist, wie der Erleuchtete selbst.

Zum Mitnehmen


  • Du isst dreimal am Tag, das sind drei Gelegenheiten dein Leben zu transformieren
  • Es macht keinen Sinn, gerade beim Essen zu schludern. Iss achtsam und achte mindestens 5 Minuten auf deine Atmung oder dein Kauen.
  • Immense Vorteile für Ernährung und Leben: Sättigung, Befriedigung, Ruhe, Energie, Wohlbefinden, Glück

Was macht dein Buddha-Meter?

Hier könnte ein Zitat von Siddhartha Gautama, dem Buddha stehen. Tut es aber nicht. Denn es geht um dich.

Darum wie du dich fühlst.

Wie fühlst du dich beim und nach dem Essen?

Kennst du Müdigkeit, Erschöpfung, Schläfrigkeit? Oder gar Bauchdrücken, Blähungen und Völlegefühl?

Wie fühlst du dich über den Tag?

Manchmal gestresst, aufgewühlt, unausgeglichen?

Wie steht es mit deiner Konzentration?

Strengt es dich an, würdest du gerne mehr schaffen und deine Ziele schneller und effizienter erreichen?

Meditation ist ein Allheilmittel. Das genau bei deinen individuellen Leiden anpackt.

Buddha empfahl seinen Anhängern in den Wald zu gehen und zu meditieren, wenn sie eine knifflige Frage hatten. Ganz nach dem Motto, macht euch mal frei von all den unnötigen Gedanken und findet die Antwort selbst.

Das ist ein Prinzip der Meditation. Durch diese Technik erreichst du mehr Klarheit und Weitsicht. Mehr Ruhe und Reflektion. Für dich, dein Leben und deine Ernährung.

Ich sage dir, durch achtsam essen wird jede Mahlzeit befriedigend, wohltuend und energetisierend. Und du wirst ein anderer Mensch. Denn:

„Was und wie wir essen, das werden wir“.

Achtsam essen

Achtsam essen Übungen - Es ist so simpel

Falls du noch nie mit Meditation zu tun hattest, kann ich dir sagen, es ist einfacher als du denkst.

Es gibt zwar verschiedene Techniken, doch der Grundgedanke ist sehr simpel. Meditation ist ein Werkzeug, um in deinen eigenen Kopf zu schauen. Es ist wie ein Fernrohr mit dem du in deinen Kopf schaust und dich selbst beobachtest.

Das ist alles. Kein spirituelles Geschwurbel und keine göttlichen Mantras. Du schaust dir einfach selbst beim Denken, Fühlen oder Spüren zu.

Selbstliebe in Aktion, sozusagen.

Stelle dir vor, du hast tausende Gedanken und Gefühle die du jeden Tag wahrnimmst. Alle rasen von links nach rechts durch deinen Kopf und wieder zurück. Da die Orientierung zu behalten, das kann schwer sein, ohne Fixpunkt. Darum nimmt man sich einen Fokus: den Atem.

Du richtest deine Aufmerksamkeit immer auf den Atem. Oder auf den Aspekt des Atmens, der dir zusagt. Der sich hebende Brustkorb, die Nasenflügel, das Gefühl der ein- und ausströmenden Luft im Rachen.

Das war es!

  • Fokus auf der Atmung halten;
  • Du wirst von deinen Gedanken unterbrochen. Du nimmst den Gedanken wahr und lässt ihn weiterziehen, ohne ihn „weiterzudenken“;
  • Du kehrst wieder zur Atmung zurück.

Hört sich das für dich kompliziert an?

Du kannst das auch genau jetzt, in diesem Moment machen. Schließe die Augen und achte nur auf deine Atmung. Wenn du abdriftest komm wieder zur Atmung zurück. Versuche es für 5 Atemzüge.

Et voila!

Du hast soeben meditiert.

Meditation kann mehr als wir heute mit der Wissenschaft zeigen können

Mein Ziel mit diesem Artikel ist, dir aufzuzeigen, wie du jede Mahlzeit von dir mithilfe der Meditation zu deiner Superpower machst. Vorher sollst du aus der Sicht der Wissenschaft sehen, was wirklich dran ist an der Meditation:

  • Meditation kann Angst, Depression und Schmerzzustände lindern und langfristig verbessern (Goyal et al., 2014);
  • Meditation verbessert die Lebensqualität (Hilton et al., 2017);
  • Meditation hat das Potential, physiologische, psychosoziale und verhaltensbezogene Probleme bei Jugendlichen zu verbessern (Black, Milam and Sussman, 2009).

Aber, es ist immer noch schwer für die Wissenschaft, die Sprache und Ergebnisse der Meditation in Wort und Fakt zu packen. Das ist ein Grund, warum es nicht mehr Empfehlungen und Leitlinien gibt, die Meditation empfehlen.

In einigen Jahren wird Meditation ein anerkanntes Mittel in der westlichen Medizin sein.

Bis dahin ist es dein Job, dir selbst zu holen, was dir gut tut.

Manche sagen, hol dir zuerst die tief hängenden Früchte.

Meditation ist der dicke Apfel der fast bis an den Boden hängt.

Wir richten den Blick immer auf das „Was“ wir essen, nicht auf das „Wie“

Hier geht es um Ernährung.

Um die Verbindung von Achtsamkeit und Ernährung. Einfach achtsam essen lernen.

Wir essen heute oft zu hastig, unter Zeitdruck, unter Ablenkung oder nicht mal im Sitzen. Wir konditionieren uns auf Stress und Ablenkung. Bei jeder Mahlzeit die wir auf diese Art einnehmen.

Ich behaupte, Dinge wie Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Unwohlsein, Verdauungsbeschwerden und das bekannte Tief nach dem essen, das alles wird teilweise oder gänzlich dadurch verursacht, wie wir essen.

Doch richten den Blick immer auf das „Was“ wir essen, nicht auf das „Wie“.

Es wird Zeit, etwas zu ändern.

Warum nicht die drei Gelegenheiten nutzen, die sich dir jeden Tag bieten?

Du kannst deine Mahlzeiten in eine stärkende Routine verwandeln. Mit dem Wissen über Meditation.

Es geht nicht darum, dass du dir vor dem Essen nochmals die Glatze sauber rasieren sollst. Oder dich nur im Lotus-Sitz an den Esstisch sitzen darfst, der nun nur noch 30 cm über dem Boden ragt.

Nein, es geht um einen wertvollen Impuls. Du kannst deine Aufmerksamkeit nutzen, damit es dir (noch) besser geht mit deiner Ernährung. Nicht zuletzt sind achtsam essen und genießen ein und dasselbe.

Welche Auswirkungen hat Achtsamkeit auf dein Essverhalten?

  • Deine Mahlzeit wird eine Oase der Ruhe. Dein Stresslevel legt sich und du entspannst dich;
  • Dadurch entspannst du deine Muskulatur und deinen Magen;
  • Du atmest durch und versorgst dich besser mit Sauerstoff. Das führt zu mehr Frieden und wichtigem Sauerstoff für die fordernde Verdauung;
  • Du kaust gründlicher und schluckst nicht einfach große Brocken aus Eile und Ablenkung;
  • Eine Folge können weniger oder verschwindende Unverträglichkeiten sein. Ich kenne das, ich hab das schon erlebt. Alleine Kauen und wie lange die Nahrung im ersten Abschnitt der Verdauung verweilt (dem Mund) hat einen riesigen Einfluss darauf, wie gut du die Nahrung verträgst.

Diese Liste könnte ich ewig fortsetzen, aber ich glaube du hast den Punkt verinnerlicht.

Durch Achtsamkeit beim Essen wirst du ruhiger, erholter, stressfreier, energetisierter, gesünder, wohliger, erfüllter, beglückter, befriedigter, ausgeglichener und vieles mehr. Es ist wie das Yoga der Ernährung.

Du bist, wie du isst - Achtsam essen

Achtsam essen ist eine wunderbare Möglichkeit für die tägliche Meditation.

Wer kennt es nicht? Essen holen, hinstellen, mampfen, weg ist es. Wo ist es? Schon weg! Gar nicht gemerkt. Hab ich das alles gegessen? Jupp. Allerdings warst du so in Gedanken, deinem Video oder ins Gespräch vertieft, dass du nicht aktiv wahrgenommen hast, wie deine Hand den Löffel bedient hat. Wie der Löffel die Nahrung aufnahm und sie in deinen Mund geführt hat. Du hast zwar gekaut und geschluckt, aber alles nur mit minimaler Aufmerksamkeit.

Zeitglich leidest du unter Stress, Verdauungsbeschwerden, dem Gefühl nie satt zu sein, Allergien, Unverträglichkeiten, unbändigem Appetit, häufiger Erschöpfung, wenig Energie oder Heißhunger. Ein Zufall?

Fehlende Achtsamkeit beim essen ist wahrscheinlich nicht der einzige Grund, aber ein wichtiger Faktor. Das Wunderbare an dieser uralten Technik ist die holistische Natur. Meditation verteilt ihre Früchte immer auf dein komplettes Leben, nicht nur auf die Momente in denen du aktiv Achtsamkeit übst.

Sieh‘ die Mahlzeiten die du täglich zu dir nimmst als Chance. Bereichere deine Ernährung und dein Leben durch mehr Achtsamkeit. Schon 5 Minuten täglich machen einen immensen Unterschied.

Probiere achtsam essen einfach aus.


Hast du schon Erfahrung mit Achtsamkeit und Meditation, die du gerne teilen möchtest?

Oder stehst du dem eher kritisch gegenüber?


Literatur- und Quellenangaben

Black, D. S., Milam, J. and Sussman, S. (2009) ‘Sitting-meditation interventions among youth: A review of treatment efficacy’, Pediatrics, 124(3). doi: 10.1542/peds.2008-3434.

Goyal, M. et al. (2014) ‘Meditation programs for psychological stress and well-being: A systematic review and meta-analysis’, JAMA Internal Medicine, 174(3), pp. 357–368. doi: 10.1001/jamainternmed.2013.13018.

Hilton, L. et al. (2017) ‘Mindfulness Meditation for Chronic Pain: Systematic Review and Meta-analysis’, Annals of Behavioral Medicine. Annals of Behavioral Medicine, 51(2), pp. 199–213. doi: 10.1007/s12160-016-9844-2.


Sebastian

Folge mir hier

Über den Autor

Ich bin Gründer von Mindfulplate und Dankbars, und über die letzten Jahre habe ich verschiedene Bücher, Artikel und Kurse erschaffen, um andere zu einer mutigen Ernährung zu inspirieren. Daneben verbringe ich die meiste Zeit damit, zu lesen, zu lernen und Fähigkeiten zu entwickeln, damit ich anderen Menschen helfen kann, ihre zu entwickeln. Auf Mindfulplate möchte ich dir helfen, eine selbstbestimmte, vegane Ernährung zu erreichen. Lies mehr über meine Story hier.

Ähnliche Artikel zu Bewusst Leben 


{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Scharfe Sinne für den Bauch

Lerne deine Bedürfnisse fürs Essen besser wahrzunehmen. Mit diesem Experiment, das du sofort umsetzen kannst.

Bewusst leben
>