Hundefleisch Barbaren
Zuletzt aktualisiert März 10, 2021

Hier im ländlichen Vietnam werden alle Tiere gleich behandelt, gut oder schlecht. Viele haben Haustiere, aber kuscheln, schmusen und liebkosen ist kein Grund dafür. Sehr selten nur sieht man eine Streicheleinheit; innerhalb von 12 Monaten habe ich eine Handvoll gesehen, Hundefleisch in der Auslage mindestens genau so oft.

Hunde sind hier in erster Linie Nutztiere, wie Kühe in Deutschland. Sie halten Wache, verscheuchen ungebetene Gäste und sollen Glück und Reichtum anziehen.

Niemand geht Gassi

Der persönliche Bezug und die emotionale Bindung stehen hinten an und werden oft belächelt – wer geht schon mit seinem Hund an der Leine raus? Dort draußen ist es flimmernd heiß, verdammt feucht oder beides; genug andere Dinge gibt es zu tun, wie Geld verdienen.

Nicht selten hörte ich von einem Hund der festgebunden am Zaun verenden sollte, aber mit letzter Kraft von Wohltätern gerettet und ins Tierheim gebracht wurde.

Es gibt dog snatcher, Hundediebe, die Hunde mit dem Elektroschocker betäuben und entführen, auf offener Straße oder aus dem umzäunten Grundstück heraus. Entwendet bei Nacht und Nebel, vermutlich für Hundefleisch auf dem belebten Markt oder im Restaurant.

Kamera-Aufzeichnung einer Hundeentführung:

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Hunde essen soll Stärke geben und wenn der Preis stimmt auch Ansehen.

Während ich in Vietnam bin, kommt es mir sehr grausam vor.

Wie schön es Hunde und Katzen bei uns in Deutschland haben. Wie können die nur solche Unmenschen sein?

Das sind wahrlich Barbaren. In Deutschland, da werden Hunde und Katzen geliebt, geradezu vergöttert.

Denn hier wird diskriminiert

Hunde, Katzen und der Wellensittich gegen alle anderen Tiere, vor allem gegen Schweine, Kühe und Hühner.

In Deutschland gibt es eine scharfe Trennung.

In der Öffentlichkeit schmusen mit dem Hundi - auf dem Land, in der dunklen Halle, von außen gut abgeschirmt, fristen Zehntausende Schweine eng eingepfercht ein qualvolles Dasein.

Hier herrscht der Karnismus.

Viele wissen im Hinterkopf vergraben, da läuft etwas falsch. Aber unsere Prägung, die Medien, die Werbung, das System sagen was anderes. Unser Kopf kann es einfach nicht wahr haben. Es würde uns in unseren Grundtiefen erschüttern.

Es ist ein heuchlerisches System, wo die Grausamkeit versteckt und in Massenabfertigung begangen wird.

An Lebewesen die mindestens genauso Freud und Leid empfinden können wie Hunde und Katzen; sie werden ein Leben lang eingesperrt, dürfen sich kaum bewegen und kennen nur Gewalt und Angst.

Jetzt frage ich mich, ist Vietnam wirklich schlimmer?

Hundefleisch, ist das verwerflicher?

Hier werde ich manchmal belächelt, weil ich kein Fleisch esse. Viele Vietnamesen können das wirklich nicht verstehen und denken häufig, ich mache einen Spaß, oder bin gläubiger Buddhist. Wobei selbst die meisten Mönche Fleisch essen.

Typisch westlicher Wohlstand, sich herauszunehmen einfach eine komplette Lebensmittelgruppe zu streichen.

Die Gewalt die mit Fleisch verbunden ist, in Vietnam ist sie sichtbar. Viele Menschen in diesem Land wissen, was Fleisch bedeutet und wo es herkommt. Niemand tut so, als würde das nicht passieren.

Man kann beiläufig sehen, wie der Nachbar dem Huhn die Kehle durchschneidet, beim vorbeifahren hören, wie das Schwein seine letzten Atemzüge aus dem Bauernhausfenster brüllt oder, wenn man wirklich Pech hat, mitbekommen wie ein Hundehändler dem Hund mit der Stange solange auf den Kopf prügelt, bis er tot ist.

Bei uns in Deutschland passiert das auch.

Manche würden sagen, es ist viel zivilisierter oder weniger schlimm.

Ich bin mir da nicht so sicher.

Hier gibt es Rindsrouladen Rezepte, dort Hundefleisch Rezepte.

Dort gibt es - einmal im Jahr - Hundefleisch Festivals, hier gibt es täglich Schweinefleisch-Gelage am Imbiss.

Hunde Fleisch Stand

Marktstände mit der Aufschrift Hundefleisch (Thit Cho)

In Deutschland herrschen Doppelmoral, die Scheinheiligkeit der Gesellschaft, der Politik und der Industrie.

Alles für den Profit und dafür, dass viele Menschen in dem unerschütterlichen Glauben leben können, in Deutschland sei alles besser.

Weil unseren Hunden geht es ja gut.

Sebastian

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Über den Autor

Ich bin Gründer von Mindfulplate und Dankbars, und über die letzten Jahre habe ich verschiedene Bücher, Artikel und Kurse erschaffen, um andere zu einer mutigen Ernährung zu inspirieren. Daneben verbringe ich die meiste Zeit damit, zu lesen, zu lernen und Fähigkeiten zu entwickeln, damit ich anderen Menschen helfen kann, ihre zu entwickeln. Auf Mindfulplate möchte ich dir helfen, eine selbstbestimmte, vegane Ernährung zu erreichen. Lies mehr über meine Story hier.

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